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Bürgerbus Foto: AF

11. September 2021: Barrierefreiheit bei Fahrten mit dem Bürgerbus?

Beim Selbstversuch mit dem Rollstuhl habe ich die Barrierfreiheit bei Fahrten mit dem Bürgerbus getestet - und bin schon bei der hier kleinen Kante fast an meine Grenze gestoßen. Nach einigen Anläufen ist mir die Auffahrt dann doch gelungen - an Haltestellen ohne Hochbord und damit an den meisten Haltepunkten auf der Strecke hätte ich dafür die Hilfe der Fahrerin/des Fahrers in Anspruch nehmen müssen.

Auf Einladung des Bürgerbusvereins habe ich alle Strecken mit unserem Bürgerbus in einer zweistündigen Tour mit abgefahren. Da ich bei der Fahrt ein besonderes Augenmerk auf Barrierefreiheit richten wollte, habe ich Franz Engel um Mitfahrt gebeten, der als Betroffener natürlich einen ganz anderen Blick auf die Thematik hat.

Es stellte sich heraus, dass an Haltestellen ohne Bordstein die ausklappbare Rampe so steil ist, dass es mit Rollstuhl oder Rollator ohne Hilfe kaum möglich ist in den Bus zu gelangen. Zum Glück unterstützen die Fahrerinnen und Fahrer die nicht so mobilen Fahrgäste wo es nur geht und sind immer sehr hilfsbereit und zuvorkommend.

Franz Engel hatte ein wachsames Auge auf viele kleine Dinge und wies zudem darauf hin, dass er sich nur ungern helfen lässt und lieber alles ohne Unterstützung erledigt. Bis zum nächsten Jahr, so teilte der Bürgerbusverein diesbezüglich mit, müssen die Haltestellen laut der Richtlinie für Barrierefreiheit entsprechend umgestaltet werden.

Für mich war es im Selbstversuch mit dem Rollstuhl schon eine Herausforderung, die flache Rampe zu überwinden. Und dabei hatte das bei Franz Engel, der mir freundlicherweise seinen Rollstuhl für den Test ausgeliehen hatte, so einfach ausgesehen.


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